Brücke

Birgit Szepanski




Erzählte Stadt

Buchcover »Erzählte Stadt – Der urbane Raum bei Janet Cardiff und Jeff Wall«
322 S., kartoniert
transcript Verlag, Bielefeld 2017

»Die Stadt lässt sich nicht als Ganzes begreifen; sie führt vielmehr den Versuch,
sich einen Über- oder Einblick in ihr Inneres oder Äußeres zu gewinnen, ad absurdum.
Dieses Ungewisse zeichnet die Stadt aus und erschwert den Umgang mit ihr.
Was für ein Raum ist Stadt? Oder anders gefragt: Welchen Raum ruft die Stadt hervor?«
Inhaltsverzeichnis


Link zum Verlag
Buchpräsentationen:
22.06.2017, 20:00, Info on books, Kosmetiksalon Babette, Berlin
20.07.2017, 19:00, Vortrag und Präsentation des künstlerischen Teils der Dissertation. Kurt - Kurt. Kunst und Kontext im Stadtlabor Moabit, Lübecker Str. 13, 10559 Berlin
Sommer 2017, Kunstverein Neukölln, Berlin


kuenstlerischer Teil 1 Künstlerbuch
»Erzählte Stadt«
262 S., 29,9 x 21 cm, 10 Exemplare
doppelseitige Bilddisplays mit Schwarz-Weiß-Abbildungen
aus einem zum Thema Stadt angelegten Bildarchiv
Berlin 2014/2015
kuenstlerischer Teil 2
kuenstlerischer Teil 3
kuenstlerischer Teil 4


Künstlerische Forschung

Platz Rügenerstraße
Berlin-Wedding, 2017
Statement

Verbindungen und Überschneidungen zwischen bildender Kunst und literarischer Erzählung interessieren mich als Künstlerin und Autorin. Mein Thema ist die Stadt: die vielfältigen Geschichte(n), ihre Unfassbarkeit und das alltägliche Leben in ihr, das so ephemer und ambivalent ist, wie die Stadt selbst.
›Erzählen‹ ist für mich eine Methode, um mit literarischen und bildnerischen Mitteln, Stadt und Stadtleben darzustellen. Im Rahmen der ›künstlerischen Forschung‹ (Artists Research) entwickle ich zu dieser Thematik künstlerische Arbeiten und Texte und kunstwissenschaftliche Texte.


Helene Nathan Platz »Helene Nathan Verlag«
Sonnenallee, Berlin-Neukölln
Farbfotografie, 40 cm x 30 cm
Tragetasche (Edition)
2016
»Helene Nathan Verlag«

Der Helene Nathan Verlag veröffentlicht künstlerische und kunstwissenschaftliche Publikationen in kleiner Auflage zu den Themen: Urban Studies, zeitgenössische Kunst, Design, Mode und Film. Das Thema Stadt soll in den Publikationen aus vielfältigen, transdisziplinären Perspektiven reflektiert werden.

2016 im Rahmen eines künstlerischen Projektes in Berlin entstanden, ist der Verlag beim DPMA angemeldet. Der Verlag ist eine Hommage an die Wissenschaftlerin und Bibliothekarin Dr. Helene Nathan (1885 - 1940), die in Berlin lebte und arbeitete.

Helene Nathan Tasche Wand Ausstellungsansicht
»Mapping the Gap«, 2016
Kunstverein Neukölln, Berlin
Hintergrund

Helene Nathan promovierte 1911 in Bern und leitete von 1921-1933 die Stadtbibliothek im Arbeiterviertel Berlin-Neukölln. Sie engagierte sich für eine Modernisierung der Bibliothek und entwickelte unter anderen ein Bücherverzeichnis ›Technik, Handwerk und Gewerbe‹ für Arbeiter_innen und initiierte Lesezirkel für Frauen. Aufgrund ihres sozial-politischen, kulturellen Engagements und ihrer jüdischen Herkunft wurde sie 1933 von den Nationalsozialisten aus dem Bibliotheksdienst entlassen. Wenige Jahre später erhielt sie ein Berufsverbot und durfte in der Berliner Buchhandlung Kedem, in der sie aushalf, nicht mehr arbeiten. Im Oktober 1940 nahm sich Helene Nathan das Leben. Die Stadtbibliothek in Berlin-Neukölln trägt heute ihren Namen.

Lesesaal Neukölln
»Lesesaal Bibliothek Neukölln«, ca. 1930, Archiv Museum Neukölln
Helene Nathan Tasche Hauswand Fotografieserie/Spaziergang
durch Berlin-Neukölln
Größe variabel, 2016
Helene Nathan Treppe

Poster an Wand
»Mapping the Gap. Raumerkundungen II«
05.03. - 03.04.2016
Birgit Szepanski, Gruppenausstellung mit Cathérine Kuebel
Ausstellungsreihe Raumerkundungen, kuratiert von Susan Kramer
zur Ausstellungsreihe erschien ein Katalog
Kunstverein Neukölln, Berlin

Link zum Kunstverein Neukölln
Poster und Jacke »Stadt und Land«
Installation mit einem Schwarz-Weiß-Poster,
Kleidungsstück, Filzstreifen, Kabel
380 cm x 200 cm x 200 cm
2016
Poster Jacke an Kabel Die Reproduktion einer Schwarz-Weiß-Fotografie aus dem Archiv des Museums Neukölln zeigt Rohbauten der Rollbergsiedlung im Stadtteil Neukölln in Berlin. Im Zuge eines Stadtsanierungskonzepts in den 1970er Jahren wurden in Berlin-Neukölln Altbauwohnungen abgerissen und durch Neubauten (soziale Wohnungsbauten der Baugesellschaft Stadt und Land) ersetzt.

Die Frau, die auf der Fotografie an der Baustelle vorübergeht, trägt eine gemusterte Stoffjacke im Stil der 1970er Jahre. Eine ähnliche Jacke, in einem Second-Hand-Geschäft gefunden, habe ich mit einem Muster benäht, das aus einer farbigen, asymetrischen Linienstruktur besteht.

Entliehen ist diese Struktur einer Filmszene von Jacques Tatis Film »Playtime« (1967): Die Hauptfigur Monsieur Hulot zerrt während einer Party an einer aus Stäben bestehenden Deckenverkleidung, die sich löst, ineinander verkeilt und teilweise auf die Partygäste hinunterfällt. Tatis Film, für deren Dreharbeiten er die Filmstadt »Tativille« baute, ist eine ironische Kritik an der anonymen Architektur der Moderne.

Tatiszene Poster Playtime

Filmstill aus »Playtime«, Plakat zum Film, Jacques Tati, Frankreich 1967
Mainzer Straße »Mainzer Straße«
Installation mit einer Fotografie
und zwei Kleidungsstücken
2016
Eine Schwarz-Weiß-Fotografie aus dem Jahr 1913 zeigt eine Schuhmacherei in der Mainzer Straße in Berlin-Neukölln, in der auch der Kunstverein Neukölln mit seinen Ausstellungsräumen liegt. Am Eingang des Geschäftes steht eine junge Frau: Sie trägt einen dunklen, taillierten Rock und eine helle Bluse mit weiten Ärmeln. Die Fotografie, die ich bei Recherchen im Museum Neukölln gesichtet habe, ist eine Vorlage für meinen Entwurf aus zwei Secondhand-Kleidungsstücken, die zu einem Kleid zusammengenäht sind: Überstehende Krägen, Manschetten und Träger der Kleidungsstücke wurden eingeschlagen und dann umgenäht. Diese ökonomische Handhabung mit Material bezieht sich auf Lebensbedingungen von Arbeiter_innen der 1920er Jahre in Berlin-Neukölln.
Reproduktion einer Schwarz-Weiß-Fotografie
Archiv Museum Neukölln
Rückseite beschriftet
13 cm x 10 cm
Original um 1913
Kleid Kleidungsobjekt
Secondhand-Bluse und -Rock,
per Hand zu einem Kleidungsstück zusammengenäht
170 cm x 60 cm x 10 cm
2016
Kleid 2 Rahmen Wand

Installationsansicht
Kleidungsobjekt, gerahmte Reproduktion der Archivfotografie
(Vorder- und Rückseite), 40 cm x 30 cm
2016

Demnächst

»Translations: in Context«
KN Raum für Kunst im Kontext, Berlin
06.07.-05.08.2017
Gruppenausstellung

Ausstellungswebseite
Hannover Theodor-Lessing-Platz
Hannover
2017
»Stadt als künstlerisches Material«
KUBUS Städtische Galerie Hannover
28.10. - 26.11.2017
Birgit Szepanski, Gruppenausstellung mit Bärbel Schlüter und Kirsten Johansen
Einführung von Prof. Dr. Judith Siegmund (UDK Berlin) und ›Dialogführungen‹ mit den Künstlerinnen


»Changing city«

Die Städtische Galerie KUBUS in Hannover ist im typischen Stil der 1960 Jahre Beton-Architektur (1) gebaut, die eine der vielen architektonischen Lücken Hannovers – bedingt durch die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges – füllt und gleichzeitig architektonische Brüche im Stadtbild sichtbar werden lässt. Ausgehend von der Architektur der Jahre 1960 bis 1980, die im 21. Jh. oftmals rückgebaut oder abgerissen werden (2), befasst sich meine Recherche mit den Themen: ›Stadt und Provisorien‹, ›Geschichte und Schichten von Stadt‹, ›skulpturale Architekturen‹. Mit fotografischem Material aus dem Archiv des historischen Museums Hannover, eigenen Fotografien und Objekten entwickle ich Kunstwerke, die mit der Architektur der Stadt, ihren Brüchen und verschiedenen Schichten korrespondieren und Stadt als einen prozessorientierten Raum zeigen.

1: Architekt Alfred Müller-Hoppe, Baujahr 1962.
2: siehe Ausstellung: »Wiedersehen. Architektur in Niedersachsen zwischen Nierentisch und Postmoderne«, 2011.

Publikationen

Arnimplatz

Arnimplatz
Berlin-Pankow
2017

Publikationen/eigene künstlerische Arbeit
Zu einigen meiner Ausstellungen fertige ich Künstlerhefte an, die mit dem Ausstellungsort und der Umgebung in wechselseitige Beziehungen treten.
In der Reihe »BOOK FOR A PLACE« veröffentliche ich Erzählungen, die an einem bestimmten Ort in der Stadt gelesen werden können.
Wassertagebuch BOOK FOR A PLACE No. 2
»Wassertagebuch«
Leseort: Schiffsanleger Wildenbruchstraße, Berlin, anlässlich einer Ausstellung des Projektraumes t27
Wassertagebuch1 Wassertagebuch1b »Wassertagebuch«
Folder mit mehrseitigem Textinlay
Fadenheftung, Auflage 20 Exemplare
27 cm x 19 cm
2008
Wassertagebuch3 Leseprobe
Cecile BOOK FOR A PLACE No. 3
»Cécile«
Leseort: Wohnung von Cécile B.
Erich-Weinert-Straße 3
Berlin-Pankow
Cecile Heft Cecile Heft »Cécile«
Folder mit farbigem Einlegeblatt
Auflage 30 Exemplare
29 cm x 20,5 cm
2010
Cecile Heft Inlay Leseprobe
Prinzenallee Ausstellungsansicht »Prinzenallee«
in der Reihe »Kunst und Text III«
Art Laboratory Berlin
2008/2009
»Prinzenallee – Ein Stück ohne Dialoge«
Eine Ausstellung mit Künstlerheften, die ich für den Ort Prinzenallee, eine Straße im Stadtteil Berlin-Wedding, produziert habe. Zusätzlich entstanden ein Hörspiel, eine Diaprojektion und ein 8mm-Film, die in dem grau gestrichenen Ausstellungsraum gezeigt wurden. Eine Publikation zur Ausstellung dokumentiert den Prozess meiner Notationen im urbanen Raum und ist selbst ein Künstlerheft.
2 Prinzen 1 Prinzen »Prinzenallee – Ein Stück ohne Dialoge«
Künstlerheft mit verschiedenen Inlays:
Karteikarte, Papierblatt, farbige Folie, Din-A5-Heft
im transparenten Umschlag
31,5 cm x 24 cm, Auflage 200 Exemplare
Art Laboratory Berlin/ Regine Rapp und Birgit Szepanski
Berlin, 2010
3 Prinzen
4 Prinzen
Publikationen/Texte für Künstler_innen
Katalog- und Pressetexte zu Werken bildender Künstler_innen, die ich verfasse, werden in unterschiedlichen Verlagen, als Pressetexte in Galerien und auf den Webseiten der Künstler_innen veröffentlicht.

KatalogKaestner Kaestner2
»No Place but the One«
in: »Arnd Kaestner. do not bend«
Verlag für Moderne Kunst, Wien 2015
Text in Deutsch und Englisch
Leseprobe
Transposition »Vorab«
in: »Transposition. Davide Cascio und Christian Kathriner«
Spector Books, Leipzig 2015
Text in Deutsch, Englisch und Italienisch
Link
Tom »glitter ist glitter«
in: »not unreal. Tom Früchtl«
Kehrer Verlag, Heidelberg, Berlin 2012
Text in Deutsch und Englisch
Schnider Schnider2 »Entfernungen – zu den Landschaften von Albrecht Schnider«
in: »Albrecht Schnider. Am Ereignishorizont«
Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln 2011
Text in Deutsch und Englisch
Leseprobe
Tian Tian2 »Eine Wolke ist eine Wolke und keine Wolke«
in: »Tian Tian Wang 2009«
Goldrausch Künstlerinnenprojekt art IT, Berlin 2009
Text in Deutsch und Englisch
Link

Vorträge

»Erzählen und Gehen – eine urbane Praxis und Erzählform«
Vortrag zum Symposium »Stadt als Genre – Repräsentationen (in) der Stadt«
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
veranstaltet vom Urban Space Research Network (USRN), 9. und 10. November 2017

»Stadt sehen, hören, erinnern und erzählen«
Vortrag in der Reihe »Möglichkeitsräume im Leipziger Osten (und darüber hinaus): ein Exkurs in Theorie und Praxis«
veranstaltet von Freiraum Leipzig, 8. und 9. September 2017

»Patrick Mohr: Zwischen Mode, bildender Kunst und Politik«
Vortrag zur Tagung »Mode – zwischen Ewigkeit und Flüchtigkeit«
veranstaltet vom Forum »Wissenschaft und Kunst«, Salzburg
und der Katholischen Privatuniversität Linz, 10. und 11. März 2017

»Gehen und Erzählen: Janet Cardiffs Praktiken zur Generierung transversaler Räume«
in der Vortragsreihe »Space matters. Feministische und queere Strategien in
Raumproduktion und Raumaneignung« im Rahmen der Reihe »Kunst - Forschung - Geschlecht«.
Abteilung für Genderangelegenheiten
Universität für angewandte Künste Wien, 11. Mai 2016

»Erzählte Stadt – eine künstlerisch-wissenschaftliche Promotion«
Vortrag zur Tagung »Promovieren in Kunst, Musik und Design«
Hochschule der Künste Bremen, 24. April 2014


Biografie

Birgit Szepanski, Dr. phil. in art.

Seit meinem Kunststudium an der Kunstakademie Münster arbeite ich mit den Medien
Fotografie, Text und Rauminstallation zu den Themen: Stadt, Erinnerung und Erzählung.

Das Schreiben von Texten über Kunst begleitet meine künstlerische Arbeit. Meine
künstlerisch-wissenschaftliche Dissertation »Erzählte Stadt« an der Hochschule für bildende
Künste Hamburg
wurde im April 2017 im transcript Verlag veröffentlicht.
Ich verfasse regelmäßig Texte für Künstler_innen und gebe Seminare für Künstler_innen zum
Thema »Kunst und Text« u.a. beim Bildungswerk des bbk-Berlin.

Nach meinem Master-Studium der Kunstvermittlung an der Universität der Künste in Berlin
habe ich in zeitgenössischen Galerien gearbeitet. Durch Auslandsstipendien und Reisen
konnte ich Ausstellungen in verschiedenen Städten realisieren.
Meine Studiengänge wurden gefördert durch das Cusanuswerk und Pro Exzellenzia.


Kontakt

Schwedterstr Schwedterstraße
Berlin-Pankow
2017
Über Anfragen zu meinen thematischen Schwerpunkten:
künstlerisch-wissenschaftliche Forschung, Urban Studies, Erzählen,
interdisziplinäre Verbindungen von Literatur und bildender Kunst
und zu Anfragen für Katalog- und Pressetexte freue ich mich.

bsze89yuepanski@t-testonline.de


Impressum

© 2017 Birgit Szepanski
© Texte und fotografische Abbildungen: Birgit Szepanski
bis auf Fotografien »Lesesaal Bibliothek Neukölln« und »Mainzer Straße«,
deren Rechte beim Archiv Museum Neukölln liegen.
Design: Birgit Szepanski

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